Ursachen für Depressionen – Risiko- und Schutzfaktoren

Forschungsergebnisse belegen, dass meist das Zusammenwirken unterschiedlicher Ereignisse und Faktoren eine Depression auslösen}. Bei jeder Person existiert eine andere Erkrankungsanfälligkeit wegen der unterschiedlichen biologischen Faktoren, lebensgeschichtlicher Erlebnisse und Belastungen oder auch einer familiären Prädisposition.

Zu den biologischen Faktoren zählt auch der Hirnstoffwechsel. Die Botenstoffe (Neurotransmitter) des nervlichen Systems, die für die Übermittlung und Verarbeitung aller Informationen zuständig sind, sollen sich in einem Gleichgewicht befinden. Tritt  z.B. bei den besonderen Botenstoffen Serotonin und Noradadrenalin ein Ermangelung ein, entstehen im Netzwerk des nervlichen Systems Übertragungsprobleme.Eine über einen längeren Zeitraum bestehende Änderung des Gleichgewichtes dieser und anderer Wirkstoffe durch angeborene Schwächen oder durch akute oder chronische Belastungen – es wird mittlerweile auch über
<< einseitige Ernährung>> gesprochen, kann  einen Ausbruch der Depression zur Folge haben. Dauerstressoren kommen auch als wichtiger Verursacher einer Depression in Frage. << Wenn Stessoren mit wechselnder Stärke über einen langen Zeitraum auf den Menschen einwirken, {können Stress-Symptome entstehen und es kommt zum dauerhaftem Stress …. dieser erzeugt dann große Stoffwechselverschiebungen, insbesondere eine erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Kortisol und Probleme der Funktionen des autonomen nervlichen Systems. Diese  Änderungen führen zu körperlichen Krankheiten und sind Mitauslöser für
Depressionen>>. Auch  diverse Arzneimittel können  Depressionen zur Folge haben.

Zu den lebensgeschichtlichen Belastungen gehören traumatische Erlebnisse, dauernde Überforderungssituationen, Verlusterfahrungen in der Kinderzeit, Lieblosigkeit, Abwertungen, übermäßige Strenge und weitere Entwicklungsbedingungen, die nicht viel Raum ließen, ein stabiles Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Von einer familiären Prädisposition und Vulnerabilität (erhöhte Verletzlichkeit) wird gesprochen, wenn bei Familienangehörigen gehäuft Depressionen oder weitere psychische Krankheiten auftreten. Meist kommen zu der Veranlagung und Verletzlichkeit noch unterschiedliche Belastungen, die dann schneller eine Depression auszulösen vermögen.

Auch Denk- und Verhaltensgewohnheiten sind ursächlich bei der Bildung von Depressionen beteiligt.

Hierzu ein Beispiel:

Die vier Erlebnisebenen

Gedanken: Das Gros der depressiven Menschen befasst sich  mit belastenden und destruktiven Gedanken.

Gefühle: Diese Gedanken produzieren  von Minderwertigkeit, Pessimismus, Schuld und Misserfolg.

Körper: Müdigkeit und Antriebsmangel intensivieren} sich.

Verhalten: Wie in einem Teufelskreis führt dies dann zu starker Selbstkritik und letzten Endes zu einem noch geringerem Selbstvertrauen. Als Folge daraus verblasst die positive Aura auf die Mitmenschen bis hin zu einer eher abweisenden, ablehnenden Aura.

Neben den sogenannten Risikofaktoren unterstützen die sogenannten Resilienz- oder Schutzfaktoren dabei eine Depression zu bewältigen}

Hierzu einige Beispiele:

– verlässliche Bindungen
– Intelligenz
– Problemlöserfähigkeiten
– soziales Netz
– Kommunikationsfähigkeit
– positive|gute Tätigkeiten
– Ziele
– Selbstvertrauen
– positive Einstellung
– Optimismus, Hoffnung
– körperliche Belastbarkeit
– eine anregende Umgebung
– körperliches Wohlbefinden etc.

Diese Schutzfaktoren sind zumindest teilweise angeboren, mitunter können Sie sich diese auch lernen.

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