Ursachen, Symptome und Behandlung einer Schizophrenie

Bei der Schizophrenie handelt es sich um eine psychische Störung, die noch immer sehr rätselhaft ist und für Mediziner noch immer eine Herausforderung darstellt. Die betroffenen Patienten leiden meist unter Realitätsverlust, Denkstörungen und Halluzinationen. Dabei spielt die Angst eine Hauptrolle – sowohl bei Erkrankten deren Angehörigen und zumeist auch in der Gesellschaft.

Die 40-jährige Marianne* leidet seit mehr als 10 Jahren unter einer Schizophrenie. Bei ihr begann die Krankheit im Alter von 15 Jahren. Den meisten von uns ist diese Art der Erkrankung  bekannt aus Filmen wie „Black Swan“ mit Natalie Portman, der den Ausbruch der Krankheit bei einer jungen Tänzerin darstellt. Laien behaupten gerne Schizophrenen leiden unter einer gespaltenen Persönlichkeit.  Das ist jedoch falsch, denn diese Krankheit weist eine Vielzahl konkreter und spezifischer Symptome auf.

Was ist  Schizophrenie?

Die Betroffenen leiden unter einer Veränderung ihrer Gedanken und Gefühle. „Bei einer Schizophrenie tritt eine veränderte Wahrnehmung der Umwelt auf“, bringt es Professor Asmus Finzen auf den Punkt. Asmus Finzen ist Professor für Sozialpsychiatrie und Wissenschaftspublizist. „Betroffene haben das Erlebnis der Eingebung oder das scheinbare Fehlen von Gedanken. Sie hören etwa Stimmen in der dritten Person über sich sprechen“, sagt der Nervenarzt.

„So kann die ganze Welt in einen so intensiven Bezug zu dem Betroffenen treten, dass sich jedes Geschehen auf ihn zu beziehen scheint und eine besondere Mitteilung an ihn enthält.“ Für den Außenstehenden verhalten sich die Patienten oft scheinbar unsinnig. Man unterstellt den Erkrankten meist eine mangelnde Intelligenz, dies trifft allerdings nicht zu. Viele unverständliche Handlungen sind für uns nur schwer verständlich und sind ein Ausfluss von Fehlwahrnehmungen und Fehlinterpretationen der Umwelt.

An Schizophrenie Erkrankte leiden oft Wahnvorstellungen, dass sie verfolgt, kontrolliert oder ausspioniert werden oder ihnen etwas Schlimmes zustoßen wird. In vielen Fällen sind Erkrankte davon überzeugt, dass sie von fremden Stimmen Anweisungen oder Befehle erhalten – dies kann dazu führen, dass die Betroffenen für sich selbst und ihre Umwelt zur Gefahr werden.

Wann beginnt eine Schizophrenie?

Bei Männern beginnt die Störung zumeist zwischen dem 15. und 25.,bei Frauen zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr. In Deutschland sind nach Schätzungen etwa vier Prozent von Schizophrenie betroffen.

Wie macht sich eine Schizophrenie bemerkbar?

Eine Schizophrenie macht sich häufig bereits  Monate bis Jahre vor dem Ausbruch der Krankheit bemerkbar. Das bezeichnet man als die Prodromalphase. Die Betroffenen ziehen sich zurück und an sie ist kein Herankommen mehr möglich. Es treten Anzeichen einer Depression auf und sie nehmen die Realität meist  bereits verzerrt wahr. Bei wieder anderen bricht die Erkrankung ohne Vorzeichen akut aus.

Zum Krankheitsbild der Schizophrenie gehören:

Beispielsweise

– sich ständig  wiederholendes Händeklatschen oder unruhiges Hin- und Herlaufen

– Emotionslosigkeit, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung, Erregung und Nervosität,

sowie   Antriebshemmung

Das Ergebnis ist dann sehr häufig ein sozialer Rückzug, Emotionslosigkeit und Stimmungsschwankungen.

Auch sind häufig die Konzentration und  Aufnahmefähigkeit gestört. Die meisten Patienten wirken auch antriebslos, apathisch und kraftlos. Schon kleinste Anforderungen im täglichen Leben bereiten ihnen bereits große Probleme. Schwer betroffene Patienten vernachlässigen häufig auch das tägliche Essen und die Körperpflege. Das bedingt, dass es häufig zu einer Verwahrlosung kommt, wenn keine Außenstehenden Personen eingreifen.

 

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Es gibt Hoffnung: Angstzustände und Panikattacken können vollständig überwunden werden

Wie Dir meine Geschichte dabei helfen kann, Angst und Panik zu besiegen und wieder ein normales Leben zu führen…

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn Dir Angstzustände und Panikattacken das Leben vermiesen, ist es an der Zeit etwas dagegen zu tun. Lass uns doch hier und heute damit anfangen.

Bevor ich Dir erkläre, wie genau ich Dir helfen dabei kann, will ich mich kurz vorstellen.

Mein Name ist Sebastian, ich bin 38 Jahre alt und habe mehrere Jahre an einer massiven Angststörung gelitten.

Zunächst war alles noch einigermaßen in Ordnung. Aufgewachsen in einer großen Familie mit 5 jüngeren Schwestern hatte ich im Grunde ein erfülltes Leben.

Dann geschah es: Meine erste Panikattacke mitten in der Kantine. Danach war nichts mehr wie zuvor. Innerhalb kürzester Zeit mutierte ich von einem selbstbewussten, jungen Mann zu einem Schatten meiner Selbst.

In unterschiedlichen Situationen bekam ich immer wieder Panikattacken. Ich bekam Atemnot, Schweißausbrüche, Herzrasen, Schwindel und mir wurde übel. Ich fühlte mich wie unter einer Nebelglocke, irgendwie „matschig“ im Kopf. Ich hatte Angst in Ohnmacht zu fallen und sogar zu sterben. Nichts bereitete mir mehr Freude, überall war die Angst mit dabei.

Ich war sicher, dass ich körperlich schwer krank war und was dann folgte, wünsche ich niemandem: Ich lief von Arzt zu Arzt, suchte im Internet nach Erklärungen für meine Symptome und stieß dabei immer wieder auf schwere Krankheiten. Jedes Zwicken, jeden Stich, jede körperliche Veränderung sah ich als Beweis dafür an, schwer krank zu sein, doch kein Arzt konnte etwas finden.

Ich sorgte mich allerdings nicht nur um meine Gesundheit, sondern begann, mir unbegründet Sorgen um alles mögliche zu machen: Um mich, meine Familie, die Zukunft, eigentlich um alles…

Dieses zwanghafte Grübeln führte zu einer Angst, die immer dabei war. Ich schlief schlecht, hatte Rückenschmerzen, war ständig angespannt und fix und fertig. Als ob das nicht genug gewesen wäre, fielen mir auch noch die Haare aus. Ich verlor meine gesamte Körperbehaarung, hatte nicht einmal mehr Augenbrauen. Diagnose: Kreisrunder Haarausfall.

Als mir eine Psychotherapie auch nicht richtig half, wusste ich nicht mehr weiter. Ich war verzweifelt!

Ich traf eine Entscheidung…

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Positiv- und Negativsymptome

Von Medizinern werden die Symptome in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt, nämlich in Positivsymptome und Negativsymptome. Die Zeitschrift „Apotheken Umschau“ schreibt etwa, dass bei Negativ-Symptomen die Beschwerden bei Erkrankten nicht oder nur verringert vorhanden sind. Im Vergleich zu gesunden Menschen mangelt es  beispielsweise an Antrieb oder Initiative. Positivsymptome dagegen sind Auffälligkeiten oder Verhaltensweisen, die bei Gesunden überhaupt nicht feststellbar sind. Beispiele sind die genannten Halluzinationen oder Wahnvorstellungen.

Marianne verhielt sich plötzlich merkwürdig

Des Öfteren beginnt die Krankheit auch schleichend.  So war Marianne zum Beispiel gerade in Urlaub,  als erste Symptome einsetzten. „Meine Frau war eher ein freundlicher  und schüchterner Mensch, für die ganz plötzlich keine Regeln mehr galten“, erzählt ihr Ehemann Karl-Heinz. „Ermahnungen nützten nichts, sie machte  völlig ungestört weiter. Natürlich wurde ich ungehalten, aber es war kein Herankommen an Marianne mehr möglich, sie verstand nicht was ich von ihr wollte.

Als sie wieder Zuhause war kam es verstärkt zu seltsamen Erzählungen und Handlungen. So fuhr Marianne beispielsweise zum Flughafen und versuchte zurück an unseren Urlaubsort zu fliegen. Darüber haben wie nie gesprochen – ihr Verhalten entsprach einfach nicht mehr der Realität.

Verschiedene Arten und Ursachen der Schizophrenie

Bei der Definition der Schizophrenie denken Laien meist an die paranoide Schizophrenie, die auch „paranoid-halluzinatorische Schizophrenie“ genannt wird. Dies ist die häufigste Art der schizophrenen  Erkrankung. Bei dieser Erkrankungs-Art  sind Halluzinationen und Wahnvorstellungen als Symptome besonders verbreitet. So leiden  Betroffene zumeist unter  Verfolgungswahn oder sie hören nicht existierende Geräusche oder Stimmen.

 

– Hebephrene Schizophrenie

Patienten, die unter einer Hebephrenen Schizophrenie leiden, wirken auf ihre Umwelt wirr, ihr Verhalten gibt meist keinen Sinn, da es nicht zu der jeweiligen Situation passt. Es kann passieren, dass Betroffene einfach ohne ersichtlichen Grund laut zu lachen anfangen oder aber zu weinen beginnen. Häufig sind ihre Aussagen auch aus dem Zusammenhang gerissen. Es erfolgt ein starker Rückzug, die Patienten haben keinerlei Hobbys und Interessen, vernachlässigen soziale Kontakte, wirken scheu.

– Katatone Schizophrenie

Diese Art der Schizophrenie äußert sich dadurch, dass die Patienten einmal eine starke Aktivität zeigen und dann plötzlich in eine völlige Erstarrung wechseln. Mal wirken sie sehr erregt, machen seltsam anmutende Bewegungen, wiederholen ganze Sätze anderer Menschen – mal erscheinen sie wie erstarrt und passiv, verharren über Stunden in einer Position und zeigen keinerlei Reaktionen.

– Perniziöse Schizophrenie

Eine seltene auftretende, dafür aber umso gefährlichere Art der Schizophrenie ist die perniziöse Katatonie – hier tritt zusätzlich Fieber auf, Patienten sind stark ausgetrocknet, es besteht Lebensgefahr.

– Schizophrenia simplex

Diese Form entwickelt sich besonders langsam und schleichend, die Symptome sind meist geringer ausgeprägt als bei anderen Varianten der Krankheit und oft nur wenig spezifisch. Wahnvorstellungen und Halluzinationen treten nicht auf. Betroffene sind weniger leistungsfähig als zuvor und zeigen verringertes Engagement und Interesse in verschiedenen Lebensbereichen. Der angemessene Umgang mit anderen Menschen fällt ihnen ebenfalls schwer. Wegen der unspezifischen Symptome ist diese Form der Schizophrenie nur schwer diagnostizierbar.

– Schizophrenes Residuum

Üblicherweise zeigen sich die verschiedenen Schizophrenie-Symptome während des sogenannten akuten Schubs der Erkrankung. Patienten des schizophrenen Residuums weisen jedoch auch im Anschluss noch Symptome auf, beispielsweise eine gewisse Antriebslosigkeit. Als schizophrenes Residuum wird auch das chronische Stadium einer schizophrenen Erkrankung bezeichnet.

Schizophrenie macht Angst

Das Krankheitsbild der Schizophrenie ist so vielfältig und noch immer sehr wenig  verstanden. Deshalb kommt es leicht zu Vorurteilen. „Es kommt aber weder zum Verlust des Verstandes noch der Intelligenz“, betont der Nervenarzt  Prof. Finzen.  Dagegen spielt die Angst eine zentrale Rolle:  „Wenn die Krankheit beginnt, spüren die Patienten selbst, dass sich bei ihnen etwas verändert. Aber sie wissen nicht, was. Zumindest können sie es nicht als psychische Krankheit begreifen“, so Prof. Finzen. „Das Wesen des Wahns ist ja, dass der Betroffene ihn nicht erkennt, sondern unerschütterlich von der Wirklichkeit dessen, was er sieht, hört, fühlt oder denkt, überzeugt ist.“

Verfolgungswahn und emotionaler Rückzug

Genau so erging es auch Marianne. Sie meinte zum Beispiel, um sich herum lägen lauter Leichen. Deshalb dachte sie, sie solle umgebracht werden.  War sie unterwegs, so bildete sie sich an, dass alle anderen Menschen über sie lachten und über sie redeten. Das setzte sich auch zu Hause fort. Deshalb entfernte Marianne alle Bilder von den Wänden, weil sie der Meinung war, hinter den Bildern wären Kameras versteckt. Weiterhin meinte sie starke Schmerzen zu haben oder ihre Arme seien doppelt so dick wie normal.

Das alles verbreitete natürlich auch Angst unter den Angehörigen: „Hat man noch keine Diagnose, löst das auf beiden Seiten Ratlosigkeit und Hilflosigkeit aus“, so Prof. Finzen. „Viel zu oft macht aber leider erst eine krisenhafte Zuspitzung, der psychische Zusammenbruch, die Diagnose und die psychiatrische Behandlung möglich.“

Schizophrenie und Pubertät ähneln sich

Meist zeigen sich schon Monate oder gar Jahre Anzeichen einer beginnenden Schizophrenie. Diese sind allerdings meisten sehr unspezifisch. So etwa Lustlosigkeit, gedrückte Stimmung, Desinteresse, Nervosität, leichte Reizbarkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Die Gedanken können durcheinander geraten, Betroffene sind zunehmend misstrauisch, launisch oder beziehen alles auf sich. In der Regel ziehen sie sich auch immer mehr zurück, engagieren sich weniger in der Schule oder Arbeit und vernachlässigen ihr Äußeres. „Das von normalem pubertären Verhalten zu unterscheiden, ist schon eine Herausforderung“, gibt Prof.Finzen bei der richtigen Einschätzung der Warnsymptome zu bedenken.

Die verschiedenen Ursachen von Schizophrenie

Das Entstehen der  Schizophrenie gibt immer noch Rätsel auf. Es wird vermutet, dass es einen Zusammenhang gibt mit  genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren und biographischen Faktoren. Menschen, die an Schizophrenie erkranken, sind verschiedenen Theorien zufolge empfindsamer gegenüber Innen- und Außenreizen. Lösen seelische, körperliche und biografische Belastungen Stress aus, der die Toleranzgrenze überschreitet, kann die Erkrankung ausbrechen.

Genetische Veranlagung als Ursache für Schizophrenie

Eine der möglichen Ursachen der Schizophrenie ist die genetische Veranlagung.  Menschen bei denen eine Schizophrenie bereits in der Familie vorkam, unterliegen einem erhöhten Risiko, ebenfalls daran zu erkranken. – etwa die Hälfte aller Kinder von Erkrankten ist laut der Plattform „Gemeinsames Leben mit Schizophrenie“ selbst psychisch auffällig. Eine genetische Vorbelastung allein kann jedoch die Erkrankung nicht auslösen, hierfür sind weitere Faktoren erforderlich.

Psychosoziale Umstände als Risikofaktoren

Eine der möglichen Schizophrenie-Ursachen ist das Zusammenspiel zwischen einer genetischen Veranlagung und belastenden Erlebnissen. So können Menschen, die eine gewisse Anfälligkeit für die Krankheit aufweisen, aufgrund verschiedener Ereignisse Schizophrenie entwickeln. Beispiele für solche Ursachen sind neben großem Stress auch der Tod einer nahestehenden Person und Probleme im Berufsleben.

Biochemische Ursachen für die psychische Erkrankung

Die sogenannten Neurotransmitter, die Botenstoffe im Gehirn, haben eventuell ebenfalls Einfluss auf eine mögliche Schizophrenie-Erkrankung. Vor allem die Botenstoffe Dopamin, Glutamat und Serotonin stehen bei einem Ungleichgewicht und einem damit verbundenen aus dem Gleichgewicht geratenen Stoffwechsel im Verdacht, zu den möglichen Risikofaktoren zu gehören.

Können Drogen die psychische Erkrankung auslösen?

Es gibt Wissenschaftler, die durchaus einen Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und der Erkrankung an Schizophrenie sehen. So kann beispielsweise ein Zusammenhang mit dem Konsum von Cannabis, Kokain und LSD Risikofaktoren denkbar sein. Diese Vermutungen sind zwar noch immer umstritten, aber Studien zeigen, dass Drogenkonsum den Krankheitsverlauf verschlimmern kann.

 Schizophrenie ist behandelbar

Noch immer halten sich Auffassungen, dass Schizophrenie unheilbar ist. Aber in der modernen Psychiatrie kann eine aufeinander abgestimmte Medikamentengabe, Psychotherapie und soziale Rehabilitation viel bewirken. Patienten müssen unbedingt dazu gebracht werden, dass sie ihre Medikamente auch abseits der akuten Phasen einnehmen müssen.

Fünf verschiedene Arten der Therapie

Schizophrenie von Patient zu Patient durchaus anders verlaufen und unterschiedlich ausfallen. Deshalb müssen auch die Medikationen und die Behandlung entsprechend persönlich abgestimmt sein. Die Psychiatrie hat dafür verschiedene Therapieansätze. Mediziner kann nach einer auf den Einzelfall zugeschnittenen Diagnose entscheiden, welche Therapie die besten Aussichten verspricht. Nachfolgend sehen Sie einen kleinen Ausschnitt von Therapien:

 

 

* Medikamentöse Behandlung: Neuroleptika

 Bei der Schizophrenie-Behandlung kommen sogenannte Neuroleptika bzw. Antipsychotika zum Einsatz. Das sind Medikamente zur Behandlung von Psychosen. Diese können helfen, einige typische Symptome von Schizophrenie, nämlich Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Angstzustände, zu lindern.
Sie wirken laut dem Medizinerportal „Neurologen und Psychiater im Netz“ ordnend auf die Wahrnehmung und das Denken. Die Arzneimittel machen nicht abhängig, rufen aber unter Umständen Nebenwirkungen hervor, wie Bewegungsstörungen oder Müdigkeit.

 

* Weitere Medikamente bei Schizophrenie

Auch Antidepressiva und Beruhigungsmittel sind ein möglicher Teil der Schizophrenie-Behandlung. Antidepressiva können einen positiven Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und die Stimmung der Betroffenen haben. Beruhigungsmittel wirken eher entspannend und lindern mögliche Angstzustände. Da beide abhängig machen können, werden sie meist nur kurzzeitig eingesetzt.

* Psychotherapie hilft langfristig

Psychotherapie kann ebenfalls ein wichtiger Teil der Schizophrenie-Behandlung sein. Häufig kommt sie jedoch erst dann zum Einsatz, wenn sich der Zustand des Patienten mithilfe von Medikamenten stabilisiert hat. Ein zentraler Aspekt der Psychotherapie ist der Umgang mit Konflikten und Stress: Patienten sollen dadurch nicht nur aktuelle Konflikte bewältigen. Sie erlernen Strategien, mit denen sie in Zukunft besser damit umgehen können.

* Psychoedukation: Ein moderner Ansatz

Die Psychoedukation ist erst seit Kurzem ein möglicher Teil der Behandlung psychischer Krankheiten. Betroffene und deren Angehörige erhalten hier die Möglichkeit, die Krankheit sowie alle relevanten medizinischen Fakten möglichst gut zu verstehen. Die Patienten sollen so möglichst selbstverantwortlich mit der Schizophrenie umgehen und sie besser bewältigen können – selbst wenn die Erkrankung nicht immer vollständig heilbar ist. Auf diese Weise sollen mögliche Anzeichen eines Rückfalls frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

* Weitere therapeutische Verfahren

Zusätzliche therapeutische Behandlungsmöglichkeiten können die Schizophrenie-Behandlung sinnvoll ergänzen. Ergotherapie etwa kann Patienten dabei unterstützen, mithilfe gezielter praktischer und kreativer Übungen ihren psychischen Zustand zu verbessern.
Eine Soziotherapie soll Betroffenen helfen, in Zukunft möglichst selbstständig und unabhängig leben zu können. Sie fungiert als Übergang zwischen der Therapie und der gesellschaftlichen Wiedereingliederung des Patienten.

 

“ Eine Abschließende Aussage des Experten Professor Finzen: „ Etwa ein Drittel der Betroffenen wird nach einer ersten schizophrenen Episode wieder vollständig gesund, bei anderen kehren Symptome jedoch immer wieder zurück. Dabei ist Schizophrenie eine Krankheit mit recht günstiger Prognose.  Wird angemessen therapiert, hat ein weiteres Drittel eine günstige soziale Prognose, das Leben gut zu meistern. Dem letzten Drittel geht es leider schlecht, wobei auch das durch eine angemessene Behandlung gelindert werden kann.

 

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